Pathologoblasten

EndoClubNord – ich war dabei

battistaDer EndoClubNord ist ein zweitägiger internationaler Kongress, der im CCH in Hamburg stattfindet. Etwa 2500 Ärzte, Assistenzärzte, Pflegerinnen, Arzthelferinnen und Studenten nehmen jedes Jahr teil. Endoskopische Eingriffe und Operationen aus drei Hamburger Kliniken, den Asklepios Kliniken Barmbek (AKB) und Altona (AKA), sowie dem UKE, können live verfolgt werden. Dazu kommen zahlreiche Vorträge und Workshops zu neuen Techniken und Entwicklungen im Bereich Diagnose und Therapie. (mehr …)

Es geht los: Schnellschnitt

AlsSchnellschnitt-im-AKS ich auf den Auslöser meiner Kamera drücke, um den leitenden Facharzt der Außenstelle Asklepios Klinik Barmbek bei der Fotodokumentation eines Schnellschnittes aufzunehmen, liegen 20 Minuten konzentrierter Arbeit hinter uns. Der Schnellschnitt ist bearbeitet, die Diagnose durchgegeben.

Ich hatte eine Woche mit ihm diskutiert, dass ich jetzt, nicht erst kurz vor der Facharztprüfung, lernen müsste, Schnellschnitte zuzuschneiden; die Makro, um darin soviel Routine zu bekommen, dass die Schweißausbrüche ausbleiben, dieser Schritt schnell und richtig abläuft und auch hier Erfahrung entsteht in der Beurteilung, was man makroskopisch sieht. Mit Erfolg. (mehr …)

Auf manche Dinge wartet man eine Ewigkeit

battistaSektionen sind ein großer Schwerpunkt in der Außenstelle der Asklepios Klinik Barmbek (AKB) , in der ich einen Teil meiner Facharztweiterbildung verbringe. Dort ist es für mich von großem Vorteil, dass mir von einer ausgebildeten Sektionsassistentin geholfen wird, was eine echte Rarität ist. Es ist allerdings schon pure Ironie, wenn eine Sektion auf die andere folgt und sich keine der statistischen Haupttodesursachen finden lassen. Mich begleitet die ständige Angst, sie schlicht und ergreifend nicht zu erkennen. Und dann kommen sie doch alle auf einmal! (mehr …)

Erste Befundungen

battistaAn meine allererste Befundung kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an die große Unzufriedenheit hinterher. Am Mikroskop sitzen, reinschauen, noch mal Einsendeschein lesen, noch mal reinschauen. Unkenntnis. Ich hole ein Buch raus und lese. Schaue wieder ins Mikroskop. Immer noch Unkenntnis. Dann gehe ich zum Facharzt der mir alles erklärt, was zu sehen ist und wie die Diagnose lautet. (mehr …)

Meine erste Sektion – nicht allein

battistaMeine erste Sektion findet in einem auswärtigen Institut statt und das gleich in den ersten Wochen meiner Facharztweiterbildung. Da ich aus der Anatomie komme, sind der Umgang und die Präparation im eigentlichen Sinne nichts Neues für mich. Es gibt allerdings drei grundlegende Unterschiede zu den Körperspendern in der Anatomie: die fehlende Fixierung, die Zugangswege zu den einzelnen Organsystemen und selbstverständlich die Fragestellung. Letzteres ein sehr interessanter Aspekt für mich. Bei den beiden ersten Gesichtspunkten bin ich mir vorher nicht so sicher, wie meine Reaktion in der akuten Auseinandersetzung sein wird. Sollte ich große Schwierigkeiten damit haben, müsste ich meine Entscheidung für das Fach tatsächlich überdenken. (mehr …)

Kolon-CA allein – ein Highlight

battistaIch bin mit einem Kolon-CA das erste Mal allein. Keiner spricht mir Sätze vor. Und im Grunde habe ich ja auch alles im Kopf, was ich beschreiben muss. Die praktische Umsetzung des Ganzen gerät dann doch etwas chaotisch. Die Rückmeldung des Befunders lautet: „Bitte vorher überlegen und alles hintereinander abarbeiten, wie bei einem virtuellen Rundgang.“ Ich hatte zwar alles beschrieben, aber genau in der Reihenfolge, in der mir die Dinge eingefallen waren, die noch fehlten, ergo großes Chaos. (mehr …)

Meine ersten eigenen Zuschnitte: Appendix gefolgt von Gallenblase

GewebeAls meine erste Appendix vor mir liegt, bin ich maximal aufgeregt. Das Diktiergerät, das meine Befundung aufzeichnen soll, ist mein Feind. Es kostet mich große Überwindung, da rein zu sprechen, noch dazu inhaltlich Sinnvolles, schließlich hören alle mit. Das Zusammenspiel mit dem Fußpedal klappt zunächst auch überhaupt nicht. (mehr …)

Hallo Pathologie, tschüs Anatomie

battistaAcht Jahre nach Ende meines Medizinstudiums wechsele ich das Fach. Von Anatomie zu Pathologie. Ich verlasse die Grundlagenforschung und wende mich der Diagnostik zu. Warum? Grundsätzlich reizt mich die Vielseitigkeit der Pathologie, außerdem die Aussicht, umfassendes theoretisches Wissen mit Morphologie kombinieren zu können und natürlich die  molekularpathologischen Entwicklungen in den letzten Jahren. (mehr …)