Ein Blog über und aus der Pathologie

Aktuelles und Unterhaltsames aus der Pathologie. Fachartikel, spannende Fälle aus den Instituten und in den Medien. Außerdem beantworten wir die Frage, was eigentlich während der Facharztweiterbildung geschieht.

„Eine andere Welt“ – Wie die Krebstherapie in den vergangenen Jahren revolutioniert wurde und warum der Krebs damit noch lange nicht Geschichte ist

NGS-Geräte230 000 Menschen sterben in Deutschland an Krebs. Jahr für Jahr. Mehr als die doppelte Zahl erkrankt an einem Tumor. Eine halbe Million mal Angst, Schmerzen, Leiden. Dem die texanischen Ärzte des MD Anderson Cancer Center eine radikale Vision entgegengesetzt haben: „Making Cancer History“ – lasst uns den Krebs überwinden. Doch kann das funktionieren, ist dieser Optimismus gerechtfertigt – werden Tumore also bald schon der Vergangenheit angehören? (mehr …)

Next Generation Sequencing: Bessere Analysen – bessere Daten – bessere Therapien?

NGS-Vision_illustrationPräzisionsonkologie setzt Präzisionspathologie voraus. Die Next Generation Sequencing (NGS)-Technologie hat die Etablierung bedeutender, neuer diagnostischer Anwendungen in der täglichen Routine ermöglicht. Was leistet die Methode, welchen Preis hat diese und wann lohnt sich ihr Einsatz?

Von: Prof. h.c. Dr. Markus Tiemann und Dr. rer nat. Markus Falk (mehr …)

„Die Menschen am Herzen erreichen“ – die Hamburger Stiftung RobinAid

Operation in Yaoundé„Ich komme mir vor wie ein Tiger im Käfig, weil ich nicht rauskann“: Für Matthias Angrés ist die Corona-Krise besonders kritisch – weil sie Leben kostet. Nicht die Leben an Covid-19 erkrankter Menschen. Sondern Kinder-Leben in Yaoundé – der Hamburger Arzt betreibt mit seiner Hilfsorganisation RobinAid eine Herzklinik in Kamerun. Hier werden vor allem Kinder mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern behandelt – unbehandelt ein Todesurteil, mit einem Eingriff aber in den Griff zu kriegen. „Und jetzt streichen wir jede Woche zwei Kinder von unserer Liste, weil sie sterben“. Denn in Kameruns Hauptstadt gilt, was auch in Europa zutrifft: Krankenhäuser müssen ihre Kapazitäten für Virus-Notfälle freihalten. Planbare OPs entfallen, die herzkranken Kinder von RobinAid bleiben auf der Strecke. Für Angrés ist das alles unerträglich – diese Krise, ihre Folgen, aber auch die erzwungene eigene Hilflosigkeit. Denn hilflos fühlt sich der 62-jährige Intensivarzt und frühere Leiter des Hamburger Albertinen-Krankenhauses sonst nie: „Das fordert mich heraus, wenn mir jemand sagt: Das kriegst Du nicht hin. Denn natürlich kriege ich das hin!“ (mehr …)

Wie Corona unser Institut verändert

CoronavirusDie Welt im Ausnahmezustand – das neuartige Corona-Virus sorgt für Verwerfungen, deren Folgen sich noch gar nicht abschätzen lassen. Vieles ändert sich in diesen Tagen – das reicht vom Umgang im Alltag und neue Arbeitsstellen bis hin zu einem ganz neuen Blick auf Abläufe in der Pathologie. Wie weit hat die Sorge um Covid die Arbeit im Institut für Hämatopathologie jetzt schon verändert? (mehr …)

Tag der offenen Tür in Kiel

Am Samstag, den 11. Januar 2020, hat unser Institut für Hämatopathologie Hamburg (HPH) seinen Kieler Standort mit einem offiziellen Empfang und einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

Ca. 80 geladene Gäste erschienen zum Empfang am Vormittag. In Reden von Dr. Markus Tiemann und Jörn Genoux, Leiter Referat für Wirtschaft der Stadt Kiel, erfuhren die Gäste warum das in Hamburg ansässige Institut ausgerechnet in Kiel eine Außenstelle eröffnet. MitarbeiterInnen führten danach durch Labore und erklärten die Geräte. Auch später war das Institut in Hassee während des Tages der offenen Tür sehr gut besucht. Viele Nachbarn und Interessierte waren neugierig und ließen sich gerne erzählen, welche pathologischen Fälle wir in Zukunft in Kiel bearbeiten.

Fit für das molekularmedizinische Tumorboard – Fallbasierter interaktiver Workshop

Hörsaal in Hausnummer 75BVier Fälle an vier Whiteboards. Und vier Gruppen im Halbkreis: In jeder sind Onkologen, Pathologen, Biologen und Pharmakologen bunt gemischt. Die Aufgabe: im Team die Befunde diskutieren. Also ein Tumorboard nachstellen, wie es in Kliniken Alltag ist. Und zwar über die Grenzen der Disziplinen hinweg. „Fit für das molekularmedizinische Tumorboard“ heißt der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe des Hamburger Instituts für Hämatopathologie – durchgeführt gemeinsam mit der Lübecker Pathologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. (mehr …)

Tatort „Lakritz“ im rechtsmedizinischen und forensischen Faktencheck

Tatort: Lakritz

Bild: WDR/Willi Weber

Wie jeden Morgen bereitet die Hausangestellte das Frühstück für den Münsteraner Marktmeister Hannes Wagner, dessen Vertrag gerade um fünf Jahre verlängert wurde. Dabei entdeckt sie die Leiche ihres Chefs. Schnell gerät eine Dose mit Lakritz ins Visier, das mit Gift versetzt ist. Bei Boerne weckt die Süßigkeit Erinnerungen an seine erste Liebe. Und so vermischen sich beide Zeitebenen miteinander und neue Einzelheiten zu einem alten Fall kommen ans Licht, der wurde damals als Suizid eingestuft. Boerne bleibt skeptisch. (mehr …)

Tatort „Spieglein Spieglein“ im rechtsmedizinischen und forensischen Faktencheck

Tatort: Spieglein, Spieglein

Bild: WDR/Thomas Kost

Als Kommissar Thiel zum Tatort hinter dem Münsteraner Dom kommt, erfasst ihn ein tiefer Schreck: Die Tote ähnelt Staatsanwältin Klemm so sehr, dass er die beiden zunächst verwechselt. Weder er noch Prof. Boerne nach der Obduktion finden Hinweise auf den Täter. Klemm wird wütend als schnell erste Videos von einem lachenden Thiel am Tatort in den sozialen Netzwerken kursieren und dieses Konterfei auch noch die Titelseite der Tageszeitung ziert. Zum allem Überfluss sieht eine zweite Tote genauso aus wie Boernes Assistentin Haller. (mehr …)

Tatort „Das verschwundene Kind“ im rechtsmedizinischen und forensischen Faktencheck

Tatort: Das verschwundene Kind

Bild: NDR/Christine Schroeder

Kommissarin Lindholm patzte beim letzten Fall und wird vom LKA Hannover nach Göttingen strafversetzt. Dort muss sie sich – ganz ungewohnt – in ein gut funktionierendes Team einpassen und gerät gleich mit ihrer neuen Kollegin Anaïs Schmitz aneinander. In einer stillgelegten Umkleide findet die Polizei Blutspuren, Fußabdrücke verschiedener Größe und Hinweise auf eine heimliche Geburt. Leben Mutter und Kind noch? Die Kripobeamten ermitteln im Umfeld der Schule. (mehr …)

Tatort Ludwigshafen: „Vom Himmel hoch“ zu den irdischen Forensik-Fakten

Tatort "Vom Himmel hoch"

Bild: SWR/Alexander Kluge

Lena Odenthalt und Johanna Stern ermitteln unter den Patienten des erschlagenen Psychiaters Dr. Steinfeld. Er behandelte Menschen mit Kriegstraumata, militärische Opfer ebenso wie Täter. Während der Ermittlungen erhärten sich zudem Vermutungen auf einen Attentatsversuch gegen einen US-amerikanischen Staatssekretär. Drohnen spielen eine spezielle Rolle in diesem Tatort. (mehr …)